Asana
Meditation und Asana
Unter Asana werden die verschiedenen Stellungen aus dem Yoga gefasst.
Nicht jede Stellung ist für eine (längere) Meditation geeignet. Der Grund liegt nicht darin, dass eine Stellung zu unbequem ist. Nein, auch wenn es unglaublich klingt: jede Stellung, die Sie nur lange genug einüben, wird mit der Zeit bequem.
Der Grund liegt in der Stabilität der Körperhaltung: Die Position beim Meditieren sollte so stabil sein, dass der Körper auch bei Körperaustritten in der Haltung bleibt und nicht umkippt. Daher komme ich zu folgender Definition:
Definition: Asana
Ein Asana ist jede Stellung, die von Natur aus stabil und durch Einübung bequem geworden ist.
Stellungen, die diese Kriterien erfüllen, sind:
Diamanten - Sitz (auch Drachensitz genannt): Die Oberschenkel ruhen auf den Unterschenkeln.- Siddhi-Asana: Die Füsse liegen hintereinander vor den Genitalien. Genitalien und Fersen bilden eine Linie.
- Lotussitz oder auch halber Lotus: Beide Füsse (bzw. einer) ruhen auf den Oberschenkeln.
- Savasana (Totenstellung): Der Körper ruht auf dem Rücken. Die Arme liegen seitlich, leicht gewinkelt. Die Handflächen berühren den Boden. Die Beine sind ausgestreckt und geschlossen. Die Füsse fallen locker auseinander.
Merkmale eines Asanas
- Jedes Körperteil muss eine definierte Lage haben.
- Die Wirbelsäule muss gerade sein. Andernfalls können Rückenschmerzen auftreten.
- Die Hände und die einzelnen Finger nehmen eine definierte Lage, z. B. ein Mudra (definierte Handstellung), ein.
- Die Zunge wird locker an die obere Innenkante der oberen Schneidezähne gelegt. Dies verhindert zu starken Speichelfluss und störendes Schlucken.
- Die Augen sind entweder geschlossen oder halb geschlossen. Dann sind sie locker auf den Boden gerichtet. (Es gibt aber auch Meditationsformen, bei denen die Augen geöffnet sind.)
- Geatmet wird, wenn es die Meditation nicht anderes erfordert, durch die Nase. Es ist auch möglich halb durch den Mund und halb durch die Nase zu atmen. Damit der Mund nicht austrocknet, sollte die Zunge leicht den Ansatz der Schneidezähne berühren.