Visuelle Meditation
1. Meditation: Bild empfinden
Wählen Sie für diese visuelle Meditation ein einfaches, harmonisches Bild (z.B. ein Mandala). Es sollte kein Bild sein, welches Dynamik oder Unruhe auslöst und es sollte ein Bild sein, dass Ihnen gefällt.
Hier ein paar Beispielbilder:
Stellen Sie das Bild vor sich oder hängen Sie es an die Wand - am besten knapp unter Augenhöhe. Führen Sie bitte niemals eine Bildmeditation am Computerbildschirm durch (davon sollen sich die Augen ja gerade erholen).
Nehmen Sie eine lockere Körperhaltung ein und betrachten Sie das Bild. Ihre Augen sollten dabei nicht weit aufgerissen, sondern der Blick eher leicht abgesenkt sein. Lassen Sie das Bild einfach auf Sie wirken. Was empfinden Sie dabei?
Wenn Sie bemerken, dass Sie beginnen, das Bild zu interpretieren, wenden Sie sich einfach wieder dem reinen Betrachten zu. Wenn sich das Bild zu verändern beginnt, lassen Sie es einfach zu. Das Ziel dieser Übung ist, dass das "Bild betrachten" in Ihnen angenehme Gefühle erzeugt.
2. Meditation: Bild imaginieren
Betrachten Sie ein Bild wie unter 1. beschrieben. Wenn Sie es scharf und klar haben, schließen Sie die Augen. Anfangs sieht man das Bild häufig in seinen Komplementärfarben. Das gibt sich aber nach kurzer Zeit wieder. Versuchen Sie, das Bild genauso deutlich zu sehen wie mit geöffneten Augen. Wenn es zu sehr verschwimmt, öffnen Sie die Augen wieder. Wenn Sie das Bild scharf haben, schließen Sie ihre Augen solange, bis es wieder zu undeutlich wird.
3. Leinwand Meditation
Bei dieser Meditation geht es darum, die Augen zu entspannen. Sie benötigen ein weißes Bettlaken, welches wirklich weiß sein und möglichst keine Flecken und Falten enthalten sollte (nichts, woran sich das Auge festhalten kann).
Befestigen Sie das Laken so an der Wand, dass keine Falten entstehen. (Sollte Ihnen diese Maßnahme zu umständlich sein, so können Sie auch eine helle, nackte Wand wählen.) Setzen Sie sich so nah wie möglich davor und blicken auf die Wand. Es geht hier nicht darum, ein klares Bild mit den Augen einzustellen. Im Gegenteil, die Augen werden sich automatisch, weil sie nur weiß sehen, auf "unendlich" einstellen. Halten Sie die Augen ruhig und locker auf die Leinwand gerichtet - wenn sich Bilder entwickeln, lassen Sie es einfach geschehen.
Beenden Sie nach 10 bis 15 Minuten die Meditation, indem Sie die Augen einmal kräftig zusammenkneifen und dann blinzelnd wieder öffnen.
Zur Unterstützung von visuellen Meditationen eignet sich eine Augenübung, die Sie direkt vor den Meditationen durchführen können:
- Reiben Sie ihre Handflächen so lange aneinander, bis die Hände richtig schön heiß sind. Legen Sie dann die Handballen locker auf die geschlossenen Augen und genießen die Wärme.
- Wenn Sie möchten, wiederholen Sie es einige Male.